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ESEF-Verordnung im EU-Amtsblatt veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat nach Ablauf der Widerspruchsfrist die delegierte Verordnung (EU) 2018/815 am 29.05.2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie setzt damit den von der ESMA entwickelten Entwurf um, der nunmehr als „ESEF-Verordnung“ zum 18.06.2019 in Kraft treten wird.

Mit dieser Verordnung werden alle börsennotierten Unternehmen verpflichtet, Abschlüsse für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2020 beginnen, in xhtml zu erstellen. In Deutschland betrifft dies auch handelsrechtliche Einzelabschlüsse börsennotierter Unternehmen.

Für nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschlüsse gelten zusätzliche Anforderungen:

  • Für Geschäftsjahre ab 2020 sind hierin die Informationen in den primären Rechenwerken sowie zunächst 10 ausgewählte Anhangangaben mittels inline XBRL (iXBRL) nach einem vorgegeben Schema („ESEF-Taxonomie“), das ggf. zu erweitern ist, so zu etikettieren, dass diese Informationen maschinell auslesbar sind.
  • Für Geschäftsjahr ab 2022 steigt die Anzahl der zu etikettierenden Anhanginformationen erheblich an.

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

EU-Kommission billigt ESEF-Verordnung

Am 20.12.2018 hat die Europäische Kommission den ESMA-Entwurf für ein EU-einheitliches elektronische Berichtsformat (ESEF) als delegierte Verordnung verabschiedet. Die delegierte Verordnung ist noch nicht in Kraft getreten, da das Europäische Parlament der Rat der Europäischen Union noch Einwände gegen technische Regulierungsstandards (RTS) erheben können.

Tritt die Verordnung in Kraft, werden alle Jahresfinanzberichte für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2020 beginnen, den Formatvorgaben des ESEF entsprechen müssen.

Die delegierte Verordnung und ihre Anhänge ist auf den Internetseiten der EU-Kommission verfügbar.