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Referentenentwurf zur Umsetzung der ESEF-Verordnung in deutsches Recht

Am 20.09.2019 hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz gemeinsam mit dem Bundesministerium der Finanzen einen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Änderungen aus der EU-Richtlinie 2013/50/EU hinsichtlich des EU-einheitlichen elektronischen Berichtsformats (ESEF) erstellt und den beteiligten Verbänden zur Information und Stellungnahme zugesandt.

Der Referentenentwurf enthält Vorschläge, um das deutsche Handelsbilanzrecht bezüglich folgender Punkte an die Vorgaben der ESEF-Verordnung (Delegierte Verordnung (EU) 2018/815) anzupassen:

  • Erstellung von Jahres- und Konzernabschlüssen, von Lage- und Konzernlageberichten sowie zugehöriger (Konzern-)Bilanzeide und (Konzern-)Lageberichtseide im xhtml-Format.
  • Etikettierung der durch die ESEF-VO vorgegebenen Informationen in IFRS-Konzernabschlüssen mit Hilfe der ESEF-Taxonomie durch Inline-XBRL (iXBRL).
  • Formvorgaben für die elektronische Unterzeichnung der Abschlüsse und Bilanzeide.
  • Die Offenlegungs-, Abschlussprüfungs- und Bilanzkontrollregeln sollen dann an diese elektronischen Dokumente anknüpfen!

Die Verände sind zur kurzfristigen Stellungnahme bis zum 11.10.2019 aufgerufen, da die ESEF-Vorgaben bereits für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2019 beginnen, anzuwenden sind. Stellungnahmen sind vom DRSC, vom IDW und von weiteren Fachverbänden zu erwarten, so dass Sie sich über diese Verbände in den Gesetzgebungsprozess einbringen können.

Weiterführende Informationen: Referentenentwurf des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz und des Bundesministeriums der Finanzen für den „Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Umsetzung der Transparenzrichtlinie-Änderungsrichtlinie im Hinblick auf ein einheitliches elektronisches Format für Jahresfinanzberichte